Allgemeine Reisebedingungen

Verehrter Reisegast, bitte beachten Sie die

folgenden Bedingungen und Hinweise, die das

Vertragsverhältnis zwischen Ihnen (Reisenden)

und uns (Reiseveranstalter) regeln und die Sie

mit Ihrer Buchung anerkennen.

1. Abschluss des Reisevertrages

a) Der Reisevertrag soll schriftlich mit den

Formularen des Reiseveranstalters (Reiseanmeldung

und Reisebestätigung) abgeschlossen

werden. Sämtliche Abreden, Nebenabreden

und Sonderwünsche sollen schriftlich

erfasst werden. Bei Vertragsschluss oder unverzüglich

danach wird dem Reisenden die

vollständige Reisebestätigung ausgehändigt.

Dazu ist der Reiseveranstalter nicht verpflichtet,

wenn es sich um eine kurzfristige Buchung

weniger als sieben Werktage vor Reisebeginn

handelt.

b) An die Reiseanmeldung ist der Reisende zwei

Wochen gebunden. Innerhalb dieser Frist wird

die Reise durch den Veranstalter bestätigt.

Kurzfristige Buchungen zwei Wochen vor Reisebeginn

und kürzer führen durch die sofortige

Bestätigung bzw. durch die Zulassung zur Reise

zum Vertragsschluss.

c) Telefonisch nimmt der Reiseveranstalter,

worauf der Reisende ausdrücklich hinzuweisen

ist, lediglich verbindliche Reservierungen vor,

auf die hin der Reisevertrag durch die schriftliche

Reiseanmeldung, die der Reisende

unverzüglich unterschrieben an den Veranstalter

zurückzuleiten hat, und die Reisebestätigung

geschlossen wird. Sendet der Reisende die

unterschriebene Reiseanmeldung nicht innerhalb

einer Frist von 7 Tagen nach Zugang der

Reiseanmeldung zurück, so kann der Reiseveranstalter

von der Reservierung Abstand

nehmen, sofern es der Reisende nach Aufforderung

wiederum unterlässt, die Reiseanmeldung

unterschrieben an ihn weiterzuleiten.

Schadensersatzansprüche wegen Nichteinhaltung

der Reservierungsabrede bleiben hiervon

unberührt. Für Buchungen mittels T-Online,

Internet etc. gilt das unter Ziffer 1.c) Ausgeführte

entsprechend.

d) Weicht die Reisebestätigung von der

Reiseanmeldung des Reisenden ab, so liegt in

der Reisebestätigung ein neuer Vertragsantrag,

an den der Veranstalter 10 Tage gebunden ist

und den der Reisende innerhalb dieser Frist

annehmen kann. Für die Annahme wird die

rechtzeitige Rücksendung der unterschriebenen

Reiseanmeldung empfohlen.

e) Bei ausdrücklich und eindeutig im Prospekt,

den Reiseunterlagen und in den sonstigen

Erklärungen als vermittelt bezeichneten

Fremdleistungen ist der Reiseveranstalter

lediglich Reisevermittler. Bei diesen Reisevermittlungen

ist eine vertragliche Haftung –

außer bei Körperschäden - als Vermittler

ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder

grobe Fahrlässigkeit vorliegen, Hauptpflichten

aus dem Reisevermittlervertrag betroffen sind,

eine zumutbare Möglichkeit zum Abschluss

einer Versicherung besteht oder zugesicherte

Eigenschaften fehlen. Der Veranstalter haftet

insofern grundsätzlich nur für die Vermittlung,

nicht jedoch für die vermittelten Leistungen

selbst (vgl. §§ 675, 631 BGB). Für den

Vertragsschluss gelten die Bestimmungen der

Ziffer 1. sinngemäß.

2. Zahlung

a) Sämtliche Zahlungen (Anzahlung bzw.

Restzahlung) des Reisenden sind nur nach

Aushändigung des Sicherungsscheines unter

Beachtung der nachfolgenden Bestimmungen

zu leisten.

b) Nach Abschluss des Reisevertrages sind

20% des Reisepreises zu zahlen.

c) Der Restbetrag ist spätestens bis vier Wochen

vor Reisebeginn zu zahlen.

d) Vertragsabschlüsse innerhalb von zwei

Wochen vor Reisebeginn verpflichten den

Reisenden zur sofortigen Zahlung des gesamten

Reisepreises Zug um Zug gegen Aushändigung

der vollständigen Reiseunterlagen, soweit für die

Reise erforderlich und/oder vorgesehen (z.B.

Hotelgutschein oder Beförderungsschein).

e) Die Verpflichtung zur Aushändigung eines

Sicherungsscheines besteht nicht, wenn die

Reise nicht länger als 24 Stunden dauert, keine

Übernachtung einschließt und der Reisepreis 75

Euro nicht übersteigt.

3. Leistungen

a) Prospekt- und Katalogangaben sind für den

Reiseveranstalter bindend. Der Reiseveranstalter

behält sich jedoch ausdrücklich vor,

aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht

vorhersehbaren Gründen vor Vertragsschluss

eine konkrete Änderung der Prospekt- und

Preisangaben zu erklären, über die der

Reisende vor Buchung selbstverständlich informiert

wird.

b) Die vertraglichen Leistungen richten sich

nach der im Zeitpunkt des Vertragsschlusses

maßgeblichen Leistungsbeschreibung (Prospekt

/Katalog) sowie den weiteren Vereinbarungen,

insbesondere nach der Reiseanmeldung und

der Reisebestätigung. Ziffer 3. c) ist zu

beachten.

c) Zusätzliche Zusicherungen, Nebenabreden,

besondere Vereinbarungen oder vereinbarte

Sonderwünsche des Reisenden sollen in die

Reiseanmeldung und insbesondere in die Reisebestätigung

aufgenommen werden. Auf Ziffer 1.

a) dieser Bedingungen wird Bezug genommen.

4. Preisänderungen

a) Der Reiseveranstalter kann vier Monate nach

Vertragsschluss Preiserhöhungen bis zu 5 %

des Gesamtreisepreises verlangen, wenn nachweisbar

und erst nach Vertragsabschluss konkret

eintretend einer Erhöhung der Beförderungskosten,

der Abgaben für bestimmte

Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren,

oder einer Änderung der für die

betreffende Reise geltenden Wechselkurse

Rechnung getragen wird. Auf den genannten

Umständen beruhende Preiserhöhungen sind

nur insoweit zulässig, wie sich die Erhöhung

ausgehend vom Beförderungs-, Abgaben- und

Wechselkursanteil konkret berechnet auf den

Reisepreis auswirkt.

b) Eine Preiserhöhung kann nur bis zum 21. Tag

vor dem vereinbarten Abreisetermin verlangt

werden. Eine nach Ziffer 4. a) zulässige

Preisänderung hat der Reiseveranstalter dem

Reisenden unverzüglich nach Kenntnis vom

Preiserhöhungsgrund zu erklären.

c) Bei Preiserhöhungen nach Vertragsschluss

um mehr als 5 % des Gesamtreisepreises kann

der Reisende kostenlos zurücktreten oder

stattdessen die Teilnahme an einer anderen

mindestens gleichwertigen Reise verlangen,

wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine

solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden

aus seinem Angebot anzubieten.

d) Die Rechte nach Ziffer 4.c) hat der Reisende

unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters

diesem gegenüber geltend zu

machen.

5. Leistungsänderungen

a) Änderungen und Abweichungen einzelner

Reiseleistungen vom vereinbarten Inhalt des

Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss

notwendig werden und vom Reiseveranstalter

nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt

wurden, sind nur gestattet, soweit die

Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich

sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten

Reise nicht beeinträchtigen.

b) Eine zulässige Änderung einer wesentlichen

Reiseleistung hat der Reiseveranstalter dem

Reisenden unverzüglich nach Kenntnis vom

Änderungsgrund zu erklären.

c) Im Fall der erheblichen Änderung einer

wesentlichen Reiseleistung kann der Reisende

vom Vertrag zurücktreten oder stattdessen die

Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen

anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter

in der Lage ist, eine solche Reise ohne

Mehrpreis für den Reisenden aus seinem

Angebot anzubieten. Ziffer 4.c) gilt entsprechend.

d) Für den Fall einer zulässigen Änderung

bleiben die übrigen Rechte (insbesondere

Minderung, Schadensersatz) unberührt.

6. Rücktritt des Kunden

a) Rücktritt bis 60 Tage vor Reisebeginn

5 % des Reisepreises, mind. 20,-- € p. Pers.

Rücktritt 59 bis 31 Tage vor Reisebeginn

15 %

Rücktritt 30 bis 22 Tage vor Reisebeginn

25 %

Rücktritt 21 bis 15 Tage vor Reisebeginn

40 %

Rücktritt 14 bis 8 Tage vor Reisebeginn

60 %

Rücktritt 7 bis 3 Tage vor Reisebeginn

80 %

Rücktritt 2 bis 1 Tag vor Reisebeginn

und am Abreisetag bzw. Nichterscheinen

95 %

b) Maßgeblich für den Lauf der Fristen ist der

Zugang der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter

oder bei der Buchungsstelle. Dem

Reisenden wird der schriftliche Rücktritt empfohlen.

c) Dem Reisenden wird ausdrücklich der

Nachweis gestattet, ein Anspruch auf Entschädigung

sei überhaupt nicht entstanden oder

die Entschädigung sei wesentlich niedriger als

die Pauschale.

7. Änderungen auf Verlangen des Reisenden

Verlangt der Reisende nach Vertragsschluss

Änderungen oder Umbuchungen, so kann der

Reiseveranstalter bei Vornahme Entsprechender

Umbuchungen ein Bearbeitungsentgelt

von 15 Euro verlangen, soweit er nach

entsprechender Information des Reisenden nicht

eine höhere Entschädigung nachweist, deren

Höhe sich nach dem Reisepreis unter Abzug

des Wertes der vom Reiseveranstalter ersparten

Aufwendungen sowie dessen bestimmt, was der

Reiseveranstalter durch anderweitige Verwendung

der Reiseleistung erwerben kann.

8. Ersatzreisende

a) Der Reisende kann sich bis zum Reisebeginn

durch einen Dritten ersetzen lassen, sofern

dieser den besonderen Reiseerfordernissen

genügt und seiner Teilnahme nicht gesetzliche

Vorschriften oder behördliche Anordnungen

entgegenstehen und der Reiseveranstalter der

Teilnahme nicht aus diesen Gründen widerspricht.

b) Der Reisende und der Dritte haften dem

Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den

Reisepreis.

c) Der Reisende und der Dritte haften dem

Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für die

durch die Teilnahme des Dritten entstehenden

Mehrkosten, regelmäßig pauschaliert auf 20

Euro.

9. Reiseabbruch

Wird die Reise infolge eines Umstandes

abgebrochen, der in der Sphäre des Reisenden

liegt (z.B. Krankheit), so ist der Reiseveranstalter

verpflichtet, bei den Leistungs-trägern

die Erstattung ersparter Aufwendungen sowie

Stuber Reisen GmbH, Michelbacher Str. 19, 74374 Zaberfeld Tel. 07046 / 96 25-20

erzielter Erlöse aus der Verwertung der nicht in

Anspruch genommener Leistungen zu

erreichen. Das gilt nicht, wenn völlig unerhebliche

Leistungen betroffen sind oder wenn

einer Erstattung gesetzliche oder behördliche

Bestimmungen entgegenstehen.

10. Störung durch den Reisenden

Der Reiseveranstalter kann den Reisevertrag

fristlos kündigen, wenn der Reisende trotz

Abmahnung erheblich weiter stört, so dass seine

weitere Teilnahme für den Reiseveranstalter

und/oder die Reiseteilnehmer nicht mehr

zumutbar ist. Dies gilt auch, wenn der Reisende

sich nicht an sachlich begründete Hinweise hält.

Dem Reiseveranstalter steht in diesem Fall der

Reisepreis weiter zu, soweit sich nicht ersparte

Aufwendungen und Vorteile aus einer anderweitigen

Verwertung der Reiseleistung(en)

ergeben. Schadensersatzansprüche im übrigen

bleiben unberührt.

11. Mindestteilnehmerzahl

a) Der Reiseveranstalter kann vom Reisevertrag

zurücktreten, wenn die Mindestteilnehmerzahl

von 20 Personen nicht erreicht wird.

b) Der Reiseveranstalter wird dem Reisenden

die Erklärung nach Ziffer 11. a) unverzüglich

nach Kenntnis der nichterreichten Teilnehmerzahl,

spätestens bis zwei Wochen vor Reisebeginn

zugehen lassen.

c) Der Reisende kann die Teilnahme an einer

mindestens gleichwertigen anderen Reise

verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist,

eine solche Reise ohne Mehrpreis für den

Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.

d) Der Reisende hat sein Recht nach Ziffer

11.c) unverzüglich nach Zugang der Erklärung

des Reiseveranstalters diesem gegenüber geltend

zu machen.

e) Macht der Reisende nicht von seinem Recht

nach Ziffer 11. c) Gebrauch, so ist der vom

Reisenden gezahlte Betrag unverzüglich zurückzuerstatten.

12. Kündigung infolge höherer Gewalt

a) Erschwerung, Gefährdung oder Beeinträchtigung

erheblicher Art durch nicht

vorhersehbare Umstände wie Krieg, innere

Unruhen, Epidemien, hoheitliche Anordnungen

(Entzug der Landerechte, Grenzschließungen),

Naturkatasttrophen, Havarien, Zerstörung von

Unterkünften oder gleichgewichtige Fälle

berechtigen beide Teile zur Kündigung des Reisevertrages.

b) Im Fall der Kündigung kann der Reiseveranstalter

für erbrachte oder noch zu erbringende

Reiseleistungen eine nach § 638 Abs.

3 BGB zu bemessende Entschädigung verlangen.

c) Der Reiseveranstalter ist im Kündigungsfall

zur Rückbeförderung verpflichtet, falls der Vertrag

die Beförderung mit umfasst. In jedem Fall

hat er die zur Vertragsaufhebung erforderlichen

Maßnahmen zu ergreifen.

d) Die Mehrkosten der Rückbeförderung tragen

die Parteien je zur Hälfte, die übrigen

Mehrkosten hat der Reisende zu tragen.

13. Gewährleistung und Abhilfe

a) Sind die Reiseleistungen nicht vertragsgemäß,

so kann der Reisende Abhilfe verlangen,

sofern diese nicht einen unverhältnismäßigen

Aufwand erfordert. Die Abhilfe besteht in der

Beseitigung des Reisemangels bzw. einer

gleichwertigen Ersatzleistung.

b) Der Reisende kann die Herabsetzung des

Reisepreises nach § 638 Abs. 3 BGB verlangen,

wenn er den oder die Reisemängel beim

Reiseleiter, oder falls dieser nicht erreichbar ist,

beim Reiseveranstalter direkt anzeigt, soweit

nicht erhebliche Schwierigkeiten die Mängelanzeige

gegenüber dem Reiseveranstalter

unzumutbar machen. Die Telefon- und Telefaxnummern

ergeben sich aus den Reiseunterlagen.

Unterlässt der Reisende schuldhaft

die Mängelanzeige, so stehen ihm keine

Ansprüche auf Herabsetzung des Reisepreises

zu. Hat der Reisende mehr als die geminderte

Vergütung gezahlt, so ist der Mehrbetrag vom

Unternehmer zu erstatten. Die §§ 346 Abs. 1,

347 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches

finden entsprechende Anwendung.

c) Ist die Reise mangelhaft und leistet der Veranstalter

nicht innerhalb der vom Reisenden

bestimmten angemessenen Frist Abhilfe, so

kann der Reisende auch selbst Abhilfe schaffen

und den Ersatz der erforderlichen Aufwendungen

verlangen. Einer Fristsetzung bedarf es

nicht, wenn der Reiseveranstalter die Abhilfe

verweigert oder ein besonderes Interesse des

Reisenden die sofortige Selbsthilfe rechtfertigt.

d) Wird die Reise durch einen Mangel erheblich

beeinträchtigt, so kann der Reisende eine

angemessene Frist zur Abhilfe setzen. Verstreicht

die Frist nutzlos, kann der Reisende den

Reisevertrag kündigen. Die Fristsetzung ist

entbehrlich, wenn die Abhilfe unmöglich ist,

verweigert wird oder die sofortige Kündigung

durch ein besonderes Interesse des Reisenden

gerechtfertigt ist. Das gilt entsprechend, wenn

dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels

aus wichtigem und für den Reiseveranstalter

erkennbarem Grund nicht zuzumuten ist.

e) Bei berechtigter Kündigung kann der Reiseveranstalter

für erbrachte oder zur Beendigung

der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen

eine Entschädigung verlangen. Für deren Berechnung

sind der Wert der erbrachten

Reiseleistungen sowie der Gesamtpreis und der

Wert der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen

maßgeblich (vgl. § 638 Abs. 3 BGB ).

Das gilt nicht, sofern die erbrachten oder zu

erbringenden Reiseleistungen für den Reisenden

kein Interesse haben. Der Reiseveranstalter

hat die erforderlichen Maßnahmen

zu treffen, die infolge der Vertragsaufhebung

notwendig sind. Ist die Rückbeförderung vom

Reisevertrag mit umfasst, so hat der Reiseveranstalter

auch für diese zu sorgen und die

Mehrkosten zu tragen.

f) Der Reisende kann unbeschadet der Minderung

oder der Kündigung Schadensersatz

wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn,

der Mangel beruht auf einem Umstand, den der

Reiseveranstalter nicht zu vertreten hat.

14. Mitwirkungspflicht

Der Reisende ist verpflichtet, die ihm

zumutbaren Schritte zu unternehmen, um

eventuelle Schäden gering zu halten. Auf die

Ziffern 10. und 13. wird Bezug genommen.

15. Haftungsbeschränkung

a) Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters

für Schäden, die nicht Körperschäden

sind, ist auf den dreifachen Reisepreis

beschränkt,

aa) soweit ein Schaden des Reisenden weder

vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt

wird, oder

bb) soweit der Veranstalter für einen dem

Reisenden entstehenden Schaden allein wegen

eines Verschuldens eines Leistungsträgers

verantwortlich ist.

b) Gelten für eine von einem Leistungsträger

zu erbringende Reiseleistung internationale

Übereinkommen oder auf diesen beruhende

gesetzliche Bestimmungen, nach denen ein

Anspruch auf Schadensersatz nur unter

bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen

geltend gemacht werden kann, so kann

sich der Reiseveranstalter gegenüber dem

Reisenden auf diese Übereinkommen und die

darauf beruhenden gesetzlichen Bestimmungen

berufen.

c) Bei eindeutig und ausdrücklich als vermittelt

bezeichneten Leistungen ist Ziffer 1.e) dieser

Bedingungen zu beachten.

d) Für alle gegen den Reiseveranstalter gerichteten

Schadensersatzansprüche aus unerlaubter

Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober

Fahrlässigkeit beruhen, haftet der Reiseveranstalter

bei Sachschäden bis 4000 Euro.

Übersteigt der dreifache Reisepreis diese

Summe, ist die Haftung für Sachschäden auf die

Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt.

Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je

Reisendem und Reise. Dem Reisenden wird in

diesem Zusammenhang im eigenen Interesse

der Abschluss einer Reiseunfall- oder Reisegepäckversicherung

empfohlen.

16. Ausschlussfrist und Verjährung

a) Ansprüche wegen mangelhafter Reiseleistung

nach den §§ 651 c bis 651 f BGB hat

der Reisende innerhalb eines Monats nach der

vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise

gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu

machen. Nach Ablauf dieser Frist können

Ansprüche nur geltend gemacht werden, wenn

der Reisende die genannte Frist ohne eigenes

Verschulden nicht einhalten konnte.

b) Ansprüche des Reisenden im Sinne der Ziffer

16. a) verjähren grundsätzlich in einem Jahr

nach dem vertraglich vorgesehenen Reiseende,

jedoch mit der Einschränkung, dass diese

Verjährungsfrist von einem Jahr nicht vor

Mitteilung eines Mangels an den

Reiseveranstalter durch den Reisenden beginnt.

Bei grobem Verschulden verjähren die in Ziffer

16. a) betroffenen Ansprüche in zwei Jahren.

c) Im übrigen gilt, insbesondere auch bei arglistigem

Verschweigen des Mangels, die

regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren.

17. Pass-, Visa- und gesundheitspolizeiliche

Formalitäten

a) Der Reiseveranstalter weist auf Pass-, Visumerfordernisse

einschließlich der Fristen zur

Erlangung dieser Dokumente und gesundheitspolizeiliche

Formalitäten in dem von ihm

herausgegebenen und dem Reisenden zur

Verfügung gestellten Prospekt oder durch

Unterrichtung vor der Buchung einschließlich

zwischenzeitlicher Änderungen insbes. vor Vertragsschluss

und vor Reisebeginn hin, die für

das jeweilige Reiseland für deutsche

Staatsbürger ohne Besonderheiten wie Doppelstaatsbürgerschaft

etc. gelten.

b) Bei pflichtgemäßer Erfüllung der Informationspflicht

durch den Reiseveranstalter hat der

Reisende die Voraussetzungen für die Reise zu

schaffen, sofern sich nicht der Reiseveranstalter

ausdrücklich zur Beschaffung der Visa oder

Bescheinigungen etc. verpflichtet hat.

c) Entstehen z.B. infolge fehlender persönlicher

Voraussetzungen für die Reise Schwierigkeiten,

die allein auf das Verhalten des Reisenden

zurückzuführen sind (z.B. keine Beschaffung

des erforderlichen Visums), so kann der Reisende

nicht kostenfrei zurücktreten oder

einzelne Reiseleistungen folgenlos in Anspruch

nehmen. Insofern gelten die Ziffern 6. (Rücktritt

des Kunden) und 9. (Reiseabbruch) entsprechend.

18. Gerichtsstand

a) Der Reisende kann den Reiseveranstalter

an dessen Sitz verklagen.

b) Für Klagen des Reiseveranstalters gegen

den Reisenden ist dessen Wohnsitz maßgeblich,

sofern es sich nicht um Vollkaufleute

oder Personen handelt, die ihren Wohnsitz oder

gewöhnlichen Aufenthaltsort nach Vertragsschluss

ins Ausland verlegt haben oder deren

Wohnsitz oder Aufenthaltsort im Zeitpunkt der

Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen

Fällen ist der Sitz des Reiseveranstalters

maßgeblich.

19. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen

begründet nicht die Unwirksamkeit des Reisevertrages

im übrigen.

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